Rund um heisse Töne (vorgetragen und musikalisch)!

Die Talks können jederzeit gebucht werden.

Auftritte u.a. Argument-Buchhandlung (Reichenbergerstr. 150, 10999 Berlin)

Dauer: 60-90 Minuten

KIND OF GOLDEN

Der Neue Westen   

Jazzgeschichten aus den 1920ern

Weimarer Republik, Berlin: Geschichten aus dem Neuen Westen, dem jüngeren der beiden weltberühmten Vergnügungszentren Berlins, das im Laufe der Weimarer Republik ungeheuer an Prestige gewann! Bürgerlich geprägt und distinguiert, aber offen für die Moderne der 1920er Jahre, in der Architektur genau wie in der Technik, und natürlich in der Musik.

Auf den Spuren von Musiker*innen und Jazzfans, dem technischen Fortschritt, den Instrumenten und dem Klang spielen die sozialen Faktoren unweigerlich mit hinein – offene Geschlechterfragen und Rassismus, Antisemitismus, Unerhörte Töne und der Blues.

Wie war Jazz eigentlich aus Amerika nach Berlin gekommen und wie wurde er hier empfangen? Wo waren die Orte und wer die Protagonist*innen? Und vor allem, wie klang die Musik?

 

  Die Friedrichstadt

Jazzgeschichten aus den 1920ern

Weimarer Republik, Berlin: Geschichten aus der Friedrichstadt, dem berühmt-berüchtigten Vergnügungszentrum Berlins aus dem Kaiserreich!

Weiterhin lockten die traditionellen Orte der Unterhaltung. Die Wilhelminische Pracht bestand fort, nun allerdings erschwinglich für alle.

Die Unterhaltung hatte in dieser Gegend einige besonders spektakuläre Blüten geschlagen, das konnte sich die Musik aus der Neuen Welt Amerika doch nicht entgehen lassen.

In diesem sozialen Chaos bot Jazz die unterschiedlichsten Identifikationsmöglichkeiten an. Inwiefern gestalteten seine Rythmen und Klänge den Lebensstil und Alltag, auf welche Weise nahm er Einfluß auf die Mode und wie wirkte seine politische Dimension auf die Menschen dieser Stadt?

 

ALL DARK

Der Neue Westen
Jazzgeschichten aus dem Nationalsozialismus

Berlin, Nationalsozialismus: Populismus, Opportunismus und ziviler Ungehorsam – irgendwie stand Jazz 1933 doch auf dem Index! Die Musik wurde nach allen Regeln des Rassismus diffamiert. Dennoch war klar, dass  Swing in Berlin unbesiegbar war! Niemals umfassend verboten, teils sogar offiziell gefördert, herrschte eine letztlich bedrohliche Unklarheit. Welche Strategie verfolgte das Regime?

An den Rändern der Berliner Vergnügungszentren blühte das Jazzleben weiter, im Neuen Westen prägten die Swings und ihr Tanz das Bild. Wer waren sie, und was hatte das alles zu bedeuten?

Und dann verirrte sich Swing sogar in die Kollaboration !-?

Die Friedrichstadt

Jazzgeschichten des Nationalsozialismus

Berlin, 1933-45: Jazzgeschichten vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus – unerhört? Und dann auch noch in unmittelbarer Umgebung von Gebäuden, in denen Schrecken geplant und Terror ausgeübt wurde! Doch hatte Jazz die triumphale Spielart von Swing angenommen, der die gesamte Berliner Unterhaltung durchzog – unwiderruflich?

Die Friedrichstadt war nun einmal das erste berühmte Vergnügungszentrum Berlins gewesen, und die Unterhaltung “was swinging on”, wenn auch schon etwas heruntergekommen. Bizarr – aber wie hat das in der Praxis ausgesehen? Halten wir uns an den Hot Club!

… von Musik und den Berliner*innen…