Ich bin in München aufgewachsen und verbrachte das 11 Schuljahr in Valencia, Spanien. 2000 zog ich nach Berlin, wo ich, abgesehen von drei Aufenthalten in Kerala, Indien, und einem halben Jahr in Amsterdam, Holland – unter anderem arbeitete ich für das Holland Festival -, seitdem lebe.

Hier studierte ich Philosophie und Neuere/Neueste Geschichte im Rahmen des Magisters an der Humboldt-Universität und verfasste meine Magisterarbeit zu der Sozialgeschichte des Jazz in Frankfurt/Main nach dem Zweiten Weltkrieg. Auf diese Weise wurde mir bewusst, wie gut Musik sich eignet, um Gefühlslage und Stimmung einer Generation und eine vergangene Atmosphäre einzufangen!

Ich „bin mit Jazz gross geworden“ und arbeitete 2000 im Münchner Jazzclub Unterfahrt und danach bis 2002 im Berliner Jazzclub Quasimodo. Diesen praktischeren Zugang wollte ich mir erhalten. Neben der Veröffentlichung von zwei historischen Artikeln in einem Sammelband und in einer Fachzeitschrift und der eines Buches absolvierte ich 2010 Praktika bei dem Münchner Jazzlabel enja records und 2011 bei dem Frankfurter Studio Hazelwood records. 2012 und 13 übernahm ich dann das Booking und Veranstalten von Jazzkonzerten in dem Berliner Club Fincan – Jazz und Filmkunst.

Vorher hatte mich 2011 schon ein Forschungspraktikum in der Forschungsgruppe „Gefühlte Gemeinschaften? Emotionen im Musikleben Europas“ am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung mit Soziologie in Berührung gebracht und meine Vorstellung davon, Jazzgeschichten auf der Basis historischer Fakten zu erzählen, theoretisch untermauert. Das Setting verlagerte sich ganz natürlich nach Berlin.

Die Geschichten auf den Jazztouren, in den Jazztalks, mit etwas Musik, oder in einer Show zu erzählen, macht mir besonders Spaß wegen des life-Moments – Geschichten von Menschen, Zeitgeist, Lebensgefühl und den Klängen vergangener Zeiten!

Mein Profil beim Bündnis Berliner Stadtführer finden Sie hier.

Zu lesen:

Jazz in der Nachkriegszeit, München: Akademische Verlagsgemeinschaft München (2009)

Eine deutsche Jazzgeschichte 1945 – 1949 in: Sarah Zalfen, Sven Oliver Müller (Hg.) Besatzungsmacht Musik, Zur Musik- und Emotionsgeschichte im Zeitalter der Weltkriege, Bielefeld: transcript-Verlag, S. 299 – 326 http://www.mpib-berlin.mpg.de/de/aktuelles/aktuelle-forschungsergebnisse/besatzungsmacht-musik (2012)

Deutschland 1945 – »Stunde Null« der Popmusik?Brüche und Kontinuitäten in Jazz und Schlager der Nachkriegszeit, in M&R Melodie und Rhythmus 4/2015, S. 73f. (Juli/August 2015)