Kurze Jazzgeschichten

BERLIN HAT DEN JAZZ Der Bratschist und Big Band Leader Paul Whiteman euroamerikanischer Herkunft gab im Juni 1926 mit großem Symphonie-Orchester mehre Konzerte im Großen Schauspielhaus. Mit seinem salonfähigem Jazz spielte sich sofort in die Herzen der meisten Berliner*innen. Zum ersten Mal konnten sie bei ihm George Gershwins Rhapsodie in Blue erleben. Bald galt er […]

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BERLIN HAT DEN JAZZ Die Comedian Harmonists fanden als Gesangsquintett mit Klavier-Begleitung im Januar 1928 in Berlin zusammen. Die sechs Männer waren unterschiedlichster, drei von ihnen dabei auch jüdischer Herkunft. Nach dem Vorbild der Revelers in Amerika verbanden sie virtuosen Gesang mit Jazzrhythmik unter anderem und dem für das Berlin der Zwanziger Jahre so typischen […]

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BERLIN HAT DEN JAZZ Die Weintraubs Syncopators hatten sich 1924 gegründet. Die sieben Mann spielten bei jedem ihrer Auftritte 42 Instrumente. Alle Unterhaltungs-Musiker*innen waren damals Multi-Intrumentalist`*innen. Auch wechselten sie ständig ihre Kleidung. Und sie boten Akrobatik und Späße. Clowneskes Verhalten war schlicht Teil ihrer Kunst. Doch mit der Musik war es ihnen ernst. In einigen […]

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BERLIN HAT DEN JAZZ Die beiden Komponisten und Pianisten Georg Haentzschel und Franz Grothe konnten auf dem Gebiet des Jazz triumphieren. Sie waren 1907 und 1908 in Berlin geboren worden. Mitte der Zwanziger Jahre steckten sie noch in einer klassischen Ausbildung am hiesigen Konservatorium. Nebenbei arbeiteten sie in Jazzbands, um sich etwas dazu zu verdienen. […]

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BERLIN HAT DEN JAZZ Zu Eric Borchard muss ich mich korrigieren. Er gilt bis heute als „der erste wirkliche Jazzmusiker in Deutschland“. (Knauer, Wolfram, Play yourself, man! Die Geschichte des Jazz in Deutschland, Stuttgart 2019, S.36). Geboren war er 1886 in Berlin. Vor 1920 war er als Klarinettist in New York tätig gewesen. So kehrte […]

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Das Tanz-Orchester Dajos Béla war eines der berühmten Berliner Hotel-Orchester. Sie verdienten richtig gute Gagen. Dajos Béla war ein Geiger. Er stammte aus einer ungarischen Familie. Aufgewachsen war er in in Kiew. Schon vor dem Ersten Weltkrieg hatte er sich in Berlin etabliert. Sein Repertoire bestand hauptsächlich aus ungarischen Walzern – viel davon Brahms – […]

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Bernard Etté leitete schon 1923 als Kapellmeister in Berlin ein „typisches Trio“ im Sinne der Berliner Melange, also des Jazz auf echt Berlinerisch. Zwischen 1924 und 1927 spielte er eine zentrale Rolle im interkontinentalen Jazz-Transfer. Seine Kapelle war auf den Ozeandampfern zwischen Hamburg, New York und Bremen fest engagiert. Verbunden damit waren Landurlaube, während der […]

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Berlin hat den Jazz Anita Berber war eine lebende Legende, Ikone des selbstzerstörerischen Lebens während der verzweifelten Jahre von 1918 bis 1923, und Star der Kabaretts. Indem sie die Ekstase tanzte, die Syphilis oder die Inflation, brach sie Tabus und provozierte Skandale. Sie machte die Ängste und Sehnsüchte ihrer Generation sichtbar. Eigentlich stammte sie aus […]

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Ein Gedankenspiel: Der Ausdruck „Berlin hat den Jazz“ ist inspiriert von der Redewendung „den Blues haben“. Beides sind soziokulturelle Haltungen, allerdings verschiedene. Während Letzteres bedeuten könnte, „einer würdelosen Situation die eigene Würde entgegenzuhalten“, vermeinte Ersteres eher, „den Schlamassel nicht ganz so ernst zu nehmen“.

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Berlin hat den Jazz Der Klarinettist und Alt-Saxophonist Eric Borchard deutsch-amerikanischer Herkunft (!?) lebte in Berlin. Sein Jazz klang schon 1919 relativ authentisch. So galt er als erster „Jazzpionier“ in Deutschland. Er war der „Jazzclown“! Die ersten Jahre musste sich seine Musik zwangsläufig den Regeln der hier dominanten Berliner Melange unterwerfen. Zwar hatte die mit […]

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